Whey Protein für Muskelaufbau geeignet?

Was ist Whey Protein?

Whey Protein ist wohl das bekannteste Proteinpulver. Es wird aus Molke hergestellt, welche bei der Verarbeitung von Käse separiert wird. Mit 104 besitzt es die zweithöchste biologische Wertigkeit im Vergleich zu anderen Proteinsorten. Das Protein wird vom Körper besonders schnell aufgenommen und ist durch die Reduzierung des Milchzuckeranteils besser verdaulich. Durch den hohen Anteil an Aminosäuren und der schnellen Aufnahme ist es vor allem für den Muskelaufbau geeignet.

Um einen muskulösen Körper aufzubauen, benötigt der menschliche Körper für die Proteinbiosynthese besonders viel Eiweiß. Nach allgemeinen Aussagen sind Bodybuilder sowie Sportler im Allgemeinen bei 2 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht gut beraten. Um diese Menge an Protein jeden Tag aufnehmen zu können, gibt es hilfreiche Nahrungsergänzungsmittel, wie Whey Protein. Dieses Molke-Eiweiß gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen und wird hauptsächlich in Form von Shakes mit Milch oder Wasser eingenommen. Anders als Casein, also Milch-Protein wird Molke-Eiweiß besonders schnell vom Körper aufgenommen und eignet sich daher besonders gut nach dem Training, um die Proteinbiosynthese anzukurbeln.

Die Vor- und Nachteile von Whey Protein

Whey-Shakes sind nicht nur besonders hilfreich für den Muskelaufbau, sondern spielen auch für den Muskelerhalt eine besonders wichtige Rolle. Außerdem unterstützen Whey-Shakes die Regeneration, sodass eine größere Trainingsfrequenz möglich ist. Sie sind ebenso besonders schnell zubereitet, anders als Casein sehr leicht in Flüssigkeit zu lösen und können sehr schnell eingenommen werden. Whey kann des Weiterem die Aufnahme von Proteinen aus sämtlichen Lebensmitteln, wie Fisch und Fleisch ergänzen.

Whey Protein für Muskelaufbau
Zusätzlich wird Whey sehr gut vom Körper aufgenommen und lässt sich leicht in den Ernährungsplan miteinbeziehen. Whey besitzt mit circa 50% einen relativ hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren (beispielsweise Leucin oder Valin), die der Körper selbst nicht produzieren kann.

Allerdings eignet sich Molke-Protein nicht für Veganer. Diese sollten daher auf pflanzliches Protein zurückgreifen.

Nicht nur im Amateurbereich, auch im Hochleistungssport wird Proteinpuvler eingesetzt, um den Körper mit ausreichend und qualitativ hochwertigem Protein zu versorgen.  Hardgainer hingegen, die aufgrund eines erhöhten Stoffwechsels Schwierigkeiten beim Muskelaufbau haben, sollten sich eventuell einmal Gedanken über einen Weight Gainer machen.

Allgemein sollten Whey-Konsumenten das Supplement erst einmal vorsichtig antesten, da das Molke-Protein bei manchen Menschen Blähungen, Übelkeit oder andere allergische Reaktionen auslösen kann. Menschen, die Nahrungsmittel allgemein eher kritisch gesonnen sind, sollten eventuell auf Whey Protein, welches in Deutschland hergestellt wurde, setzen. Die Auswahl ist jedoch gar nicht so einfach, denn es gibt verschiedene „Arten“ von Whey Protein.

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Whey und seine verschiedenen Reinheitsgrade

Das WheyProtein ist in Form eines Konzentrats (WPC) besonders günstig und daher auch am meisten verbreitet. Die Verteilung der Nährstoffe liegt hierbei bei 75-82% Eiweiß, 6-9% Kohlehydrate und 5-8% Fett.

Wer auf ein besonders reines und hochwertiges Protein Wert legt, der sollte sich ein Whey-Isolat (WPI) kaufen. Die Reinheit von circa 95 Prozent Eiweiß, einem dadurch resultierend kleinen Fett- sowie Kohlenhydrat-Anteil, sorgt aber auch für einen gehobeneren Preis. Durch eine starke Reduzierung des enthaltenen Milchzuckers kann diese Form von Whey auch von laktoseintoleranten Menschen konsumiert werden. Wer sich in einer Diät-Phase befindet, wird vor allem auf den geringen Kohlenhydrat-Anteil viel Wert legen.

Beim Hydrolysat erhalten Sportler die höchste Reinheit des Wheys. Durch die sogenannte Hydrolyse, bei der Eiweiß-Strukturen aufgespalten werden, ist das Hydrolysat allerdings besonders bitter im Geschmack.

Für welche Variante Du dich entscheidest, bleibt Dir überlassen. Die meisten Sportler sind mit einem Konzentrat am Besten beraten.

Die biologische Wertigkeit und Zusammensetzung von Whey Protein

Whey wird in der Regel vom Körper sehr schnell und gut verwertet, was Whey, wie eingangs erwähnt, zu einem sehr beliebten Supplement macht. Der Vorteil dabei ist, dass schon kleinere Mengen vollkommen ausreichen können, um seinen täglichen Proteinbedarf zu decken.

Den Basiswert der biologischen Wertigkeit von 100 besitzt beispielsweise ein Hühner-Ei. Whey Protein hingegen besitzt eine biologische Wertigkeit von circa 104 bis 110. Der bei Sportlern beliebte Thunfisch bietet im Vergleich nur einen Wert von ungefähr 92.
Die biologische Wertigkeit einer Mahlzeit kann erhöht werden, indem Du verschiedene Lebensmittel miteinander kombinierst. Besitzen nämlich verschiedene Nahrungsmittel unterschiedliche Aminosäuren und werden dann kombiniert, so kann der Körper eines Menschen die Aminosäuren verbinden. Daraus resultiert eine höhere Wertigkeit. Ein beliebtes Beispiel dafür: Die Kombination von Ei und Kartoffeln.
Auch bekannt und beliebt sind Mehrkomponenten-Proteine (MKP), die neben Whey auch noch andere Arten von Eiweißen beinhalten. Durch die Kombination verschiedenster Proteine besitzen Mehrkomponenten-Proteine eine noch höhere Wertigkeit als Whey.

Fazit

Jeder Bodybuilder oder Leistungssportler kann guten Gewissens auf Whey Protein zurückgreifen. Allergiker oder Veganer sollten hingegen andere Produkte einkaufen. Letztendlich ist Whey Protein nur eine Ergänzung und ersetzt nicht die Vielfalt an Mikronährstoffen echter Lebensmittel.

 

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