Testosteronspiegel erhöhen – 5 Strategien für einen natürlichen Testosteron Booster

Testosteronspiegel erhöhen -natürliche Testosteron BoosterChronische Müdigkeit, Verlust der Libido, Leistungseinbrüche, schwindende Muskelkraft, Haarausfall – die Liste jener Symptome, die aus einem Testosteron-Mangel resultieren ist lang – sehr lang! Aus diesem Grund sind viele auf der Suche, wie sie ihren Testosteronspiegel erhöhen können. In diesem Artikel findest du Lösungen.

Wie kann man den Testosteronspiegel natürlich erhöhen?

An dem obenstehenden Auszug kann man bereits gut erkennen wie wichtig das männliche Sexualhormon für eine intakte Gesundheit und das generelle Wohlbefinden ist. Ein hoher Testosteronspiegel gilt vor allem bei den Herren der Schöpfung als besonders erstrebenswert und steht unter anderem für: Ausdauernde Potenz, Durchsetzungsvermögen, Aggressivität, eine ausgeprägte Muskulatur und erhöhten Haar-/Bartwuchs.

Kurz gesagt: Das Männerhormon Testosteron zaubert all jene phänotypischen Merkmale herbei, von denen man als vorpubertärer Junge nur zu träumen wagt.

Die unerfreuliche Nachricht: Während die Testosteron-Ausschüttung nach der Hormonumstellung, also im Alter zwischen 12 und 15 Jahren, am höchsten ausfällt, ist der Testosteronspiegel ab dem 30. Lebensjahr bereits wieder im Sinken begriffen. Was viele nicht wissen: Diese Regression hat nicht ausschließlich nur etwas mit dem fortschreitenden Alter zu tun, sondern wird auch sehr stark vom individuellen Lebenswandel einer Person beeinflusst.

Schlafmangel, Stress, Alkoholkonsum – fest steht, ein exzessiver Lebensstil ist Gift für den Testosteron-Haushalt und führt zu einer schnelleren Alterung. Aber keine Sorge: Der folgende Artikel zeigt dir Strategien auf, mit denen du deinen Testosteronspiegel ohne Dopingmittel auf Trab bringen und somit dem hormonellen Verfall entgegenwirken können – los geht’s!

1. Testosteronspiegel erhöhen: Natürliche Testosteron Booster – Phytoandrogene

Natürliche Testosteron Booster - Phytoandrogene

Eine einfache und zugleich sehr effektive Methode, um seinen Testosteronspiegel wieder auf Vordermann zu bringen ist der Griff zu natürlichen Testosteron Booster, die auf einer pflanzlichen Formel basieren – Stichwort: Phytoandrogene.

Was das sein soll? Ganz einfach: Phytoandrogene sind Pflanzen, die pflanzliche Androgene (=Männerhormone) enthalten und somit der Testosteron-Produktion sehr zuträglich sind.

Diese Gruppe von Heilpflanzen hat gleich zwei wünschenswerte Effekte auf unseren Hormon-Haushalt, nämlich:

  1. Phytoandrogene stimulieren die Androgenausschüttung.
  2. Phytoandrogene hemmen den Androgenabbau.

Zudem sorgen diese pflanzlichen Hilfsmittel für ein gesundes Testosteron-Östrogen-Gleichgewicht.

Der große Vorteil: Die pflanzlichen Testosteron Booster haben in der Regel keinerlei Nebenwirkungen, da sie unserem Organismus nicht extern Testosteron zuführen (Stichwort: Dopingmittel), sondern die körpereigene Testosteronproduktion ankurbeln. Somit kann jeder Mann, sofern keine besonderen Erkrankungen, Unverträglichkeiten oder Allergien vorliegen, unbesorgt zu diesen pflanzlichen Mitteln greifen.

Jetzt wirst du sich berechtigterweise die Frage stellen: Welche Pflanzen gehören nun konkret zur Gattung der „Phytoandrogene“? Hier die Antwort:

Kieferpollen: Diese Pollen sind besonders reich an testosteronähnlichen Pflanzenhormonen, wie DHEA, Brassinosteroide und Glutathiontransferasen. Ihre Struktur ist dabei jener der menschlichen Steroide sehr ähnlich. Glutathiontransferasen spielen eine Schlüsselrolle bei der Herstellung von Testosteron und fördern somit die Testosteron-Synthese.

Brennnesselwurzel: Sie verhindert, dass sich Dihydrotestosteron (DHT)  an das Transporterprotein SHBG bindet. Die Folge: Der Anteil des freien und wirksamen Testosterons bleibt höher – der Testosteronspiegel steigt! Als DHT bezeichnet man das aktive, also das eigentliche Testosteron. Zur Erklärung: Testosteron ist im Grunde nur eine Hormonvorstufe, welches entweder zu Östrogen, oder eben zu DHT umgewandelt werden kann.

Tribulus terrestris: Tribulus steigert sowohl die Spermienbeweglichkeit, als auch die Spermienmenge. Zudem erhöhen die Früchte dieser tropischen Pflanze die Libido, sowie die Qualität von Erektion, Orgasmus und Ejakulation. Bei gesunden Männer führt die Einnahme von Tribulus terrestris zu keiner zusätzlichen Erhöhung des Testosteronspiegels, sehr wohl aber bei impotenten Männern.

Panax Ginseng: Wissenschaftliche Studien (1) zeigten, dass Ginseng bei den Probanden ebenfalls die Spermienanzahl, sowie die Agilität der Spermien steigern konnte. Erstaunlich: In einer russischen Studie (2) führte die Einnahme von Ginseng sogar dazu, dass sich die Hälfte der Studienteilnehmer von einer Impotenz erholte. Bei der anderen Hälfte waren zumindest deutliche Fortschritte erkennbar. Wichtig: Greife unbedingt zum originalen, asiatischen Ginseng und nicht zur amerikanischen Kopie!

Tienchi Ginseng: Tienchi ist eine weitere Ginseng-Sorte, welche ähnliche Effekte wie der soeben erwähnte Panax Ginseng auf unseren Organismus ausübt. Tienchi Ginseng forciert ebenfalls die Spermienbeweglichkeit und regt außerdem unsere Durchblutung an, indem er Stickstoffmonoxid freisetzt. Diese durchblutungsfördernde Wirkung sorgt für eine erhöhte Erektionsqualität.

Eleutherococcus: Wird auch als „sibirischer Ginseng“ bezeichnet und enthält gleich zwei androgen wirksame Substanzen: Eleutherosid-B1 und Eleutherosid-E. Studien, durchgeführt an kastrierten (!) Tieren, zeigten, dass Eleutherococcus  den Testosteronspiegel auf einem völlig normalen Level halten konnten – und das trotz fehlender Hoden!

Hinsichtlich der Dosierungs- und Einnahmeempfehlungen rät der Heilpflanzenexperte Stephen Harrod Buhner in seinem Buch „The Natural Testosterone Plan“ zu Folgendem:

  • Kieferpollen-Tinktur: 3x täglich ein halber TL
  • Brennnesselwurzel: 1200 mg täglich
  • Tribulus terrestris: 3x täglich 500 mg
  • Panax Ginseng: ¼ TL täglich
  • Tienchi Ginseng: 3x täglich 1/3 TL
  • Eleutherococcus_Tinktur: 2x täglich 1 TL

2. Testosteronspiegel erhöhen durch die richtigen Lebensmittel

Testosteronspiegel erhöhenDass eine gesunde, ausgewogene Ernährung ein wichtiger Eckpfeiler für unsere Gesundheit und daher auch für unseren Hormon-Haushalt darstellt, ist kein Geheimnis. Unter all den nährstoff- und antioxidantienreichen Lebensmitteln existieren aber welche, die sich in Bezug auf die Testosteron-Produktion als besonders wertvoll herauskristallisiert haben und den Testosteronspiegel erhöhen können:

Sellerie: Das Gemüse enthält besonders viele testosteronähnliche Substanzen und wirkt zudem blutdrucksenkend.

Pinienkerne: Diese gelten als Aphrodisiakum und werden verstärkt gegen Potenzprobleme und Libidoverlust eingesetzt. Neben der Steigerung der Männlichkeit und der Vitalität wird den Pinienkernen auch eine testosteronsteigernde Wirkung nachgesagt. Der Grund: Die Kerne enthalten gleich wie Sellerie zahlreiche testosteronähnliche Verbindungen.

Mais: Maissaft und Maispollen erhöhen die LH-Ausschüttung (Luteinisierendes Hormon), was bekanntermaßen auch eine Erhöhung des Testosteronspiegels nach sich zieht.

Grünkohl: Dieser ist nicht nur eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt, sondern verhindert auch, dass sich aus Testosteron zu viel Östrogen bilden kann.

Hafer: Das gesunde Getreide senkt den SHBG-Spiegel (Sexualhormon-bindendes Globulin) und erhöht dadurch die Menge des freien Testosterons ins unserem Körper.

Knoblauch: Knoblauch schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch ein traditionelles Mittel gegen niedrige Testosteronwerte. Vor allem in Tierstudien (3) konnte das beliebte Wurzelgemüse bereits seine testosteronsteigernde Wirkung unter Beweis stellen. Das Manko: Um diese Wirkung auch tatsächlich beim Menschen zu erzielen, bedarf es einer großen Menge an Knoblauch. In Untersuchungen waren es sogar bis zu 0,8 Prozent des täglichen Kalorienbedarfs.

Spinat: Popeye weiß es schon lange: Spinat sorgt für exorbitante Masse- und Kraftzuwächse! Spaß beiseite: Das grüne Gemüse ist sehr nitrathaltig und sorgt dadurch für eine bessere Sauerstoffversorgung in unseren Zellen und dadurch für mehr Kraft und Leistungsfähigkeit.

Wenn du das Maximum aus deiner Testosteron-Ausschüttung herausholen möchtest, solltest du die genannten Zutaten verstärkt in deinen Speiseplan integrieren. Dein Körper wird es dir danken!

3. Testosteronspiegel erhöhen: Nahrungsergänzungsmittel

Testosteronspiegel erhöhen: NahrungsergänzungsmittelZink, Magnesium, Vitamin-D, L-Arginin und Co. – die Supplement-Industrie bietet eine breite Palette an Nahrungsergänzungsmittel, die bei regelmäßiger Einnahme zum einen den Testosteronspiegel erhöhen und zum anderen der generellen „Männergesundheit“ zuträglich sind. Von der Prostata, über die Spermienqualität, bis hin zur Leistungsfähigkeit – die folgenden Supplemente sind wahre „Allrounder“ und bringen einen großen Mehrwert für deinen Testosteron-Haushalt:

Zink: Ob Testosteron gebildet wird, oder eben nicht, hängt unter anderem von einem zinkhaltigen Enzym ab. Im Umkehrschluss bedeutet das: Leidet man an einem Zink-Mangel ist das Enzym nicht funktionstüchtig – ein sinkender Testosteronspiegel ist die Folge (Link zu Studien 4, 5).

Magnesium: Eine 2011 erhobene Studie (6) zeigte, dass Magnesium sowohl bei Sportlern, als auch bei Sportmuffeln den Testosteronspiegel eindeutig nach oben schrauben kann.

Vitamin D3: Was viele nicht wissen – ein Mangel an Vitamin D3 ist einer der Hauptgründe für einen niedrigen Testosteronwert. Der Grund: Das sogenannte „Sonnenvitamin“ hemmt die Aromatase und ist somit maßgeblich an der Regulierung unseres Testosteronspiegels beteiligt (7). Ich empfehle daher vor allem in den sonnenarmen Herbst- und Wintermonaten zu Vitamin D3-Präparaten zu greifen.

Olivenblattextrakt: Im Olivenblatt steckt der Wirkstoff Oleuropein. Dieser hebt nicht nur den Testosteronspiegel, sondern senkt auch gleichzeitig den Stresshormonspiegel (8). Eine für die Testosteronausschüttung entscheidende Eigenschaft, wenn man bedenkt, dass Cortisol (=Stresshormon) den größten Gegenspieler von Testosteron darstellt.

B-Vitamine: Wie ihr Kollege, das Vitamin D3, sind auch B-Vitamine in den Prozess der Testosteronbildung involviert und sollten daher dem Körper stets in ausreichender Menge zugeführt werden.

Mit den soeben genannten Hilfsmitteln schaffst du es deinen Vital- und Nährstoffhaushalt in einem natürlichen Gleichgewicht zu halten und kreieren so ein optimales Milieu für eine tatkräftige Testosteronproduktion.

4. Testosteronspiegel erhöhen: „Testo-Killer“ vermeiden

Die wohl effektivste Methode einen Testosteron-Mangel zu bekämpfen, ist es wohl ihn gar nicht erst entstehen zu lassen!

Zur Erklärung: Das Wort „Testo-Killer“ ist als Sammelbegriff für all jene Gewohnheiten und Laster, die sich katastrophal auf unseren Hormonhaushalt auswirken zu verstehen. Die drei größten „No-Gos“ in diesem Zusammenhang sind:

Alkohol: Wusstest du, dass gerade Bier, welches ja als das Männer-Getränk schlechthin gilt, den Testosteronspiegel senkt? Kein Witz: Das Lieblingsgetränk der Deutschen enthält Hopfen, welcher zu den Phytoöstrogen (sekundäre Pflanzenstoffe) zählt. Das pflanzliche Östrogen lässt deinen Testosteronspiegel in den Keller purzeln. Alkohol und Sport ist keine gute Kombination.

Doch das ist noch nicht alles: Durch den Hopfen kommt auch die Testosteron-Bildung in den Hoden zum Erliegen. Wer also vor Manneskraft strotzen möchte, sollte entweder auf alkoholische Getränke ohne Hopfen umsatteln, oder am besten gleich ganz auf Alkohol verzichten. Warum? Der Konsum aller Alkoholsorten erhöht den Cortisolspiegel und birgt daher Schattenseiten für das Männerhormon. Übrigens: Auch Kaffee, als antialkoholisches Getränk, steigert den Cortisol-Pegel.

Testo-Killer NikotinNikotin: Ich glaube wir sind uns alle einig: Zigaretten gehören auf die Tabu-Liste eines Sportlers. Aber auch Männer, die an Potenzproblemen leiden sollten so rasch wie möglich auf die Glimmstängel verzichten. Der Grund: Das Genussmittel Nikotin macht die Spermien träge, fördert die Impotenz und lässt die Testosteronwerte, im wahrsten Sinne des Wortes, alt aussehen.

Stress & Schlafmangel: Die Experten sind sich einig: Stress, als alltäglicher Begleiter der modernen Gesellschaft, ist wahres Gift für unseren Hormon-Haushalt. Hektik, ständiger Zeitdruck, geistige und körperliche Überforderung – all das befeuert die Ausschüttung von Cortisol. Die fatale Gleichung lautet aber:

Je höher der Cortisol-, desto niedriger der Testosteronspiegel

Ich empfehle daher: Greifen Sie zu den Hanteln und betreiben Sie mehrmals wöchentlich Krafttraining. Warum? Zum einem sind sportliche Aktivitäten ein tolles Mittel um Stress abzubauen. Zum anderem sorgt schweres Krafttraining für eine signifikante Testosteron-Ausschüttung. Somit schlagen Sie also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe!

Eine weitere, altbewährte Methode um Stress abzubauen ist zudem ein guter und ausreichender Schlaf. Während der Nachtruhe läuft die Testosteron-Produktion auf Hochtouren, was man als Mann insbesondere am nächsten Morgen am eigenen Leibe erfahren kann. Ein Schlafmangel hingegen führt selbst bei jungen, gesunden Männern zu einem deutlichen Testosteron-Abfall. Achte daher, dass du jede Nacht ein Schlaf-Pensum zwischen sieben und acht Stunden erreichst!

5. Testosteronspiegel erhöhen durch das richtige Training

Testosteronspiegel erhöhen durch das richtige TrainingAuch mit dem richtigen Training lässt sich der Testosteronspiegel erhöhen. Wichtig ist hier vor allem die Dauer und Intensität des Trainings. Denn durch extremen Ausdauersport erreicht man eher das Gegenteil des gewünschten Effekts und senkt damit den Testosteron-Wert. Trainiere beim Krafttraining lieber kürzer und dafür intensiver (z.B. schwere Gewichte).

Fazit

Fest steht: Wer an Muskeln zulegen möchte, für den gilt das Motto – Je mehr Testosteron, desto besser! Anstatt  jedoch seine Gesundheit mit dem Injizieren von synthetischem Testosteron leichtfertig aufs Spiel zu setzen, versuche lieber aus den natürlichen Testosteron Booster und damit unbedenklichen Alternativen Kapital zu schlagen.

Mit der richtigen Ernährung, dem geschickten Einsatz von Phytoandrogenen, der Zuhilfenahme von testosteronsteigernden Supplementen und last but not least, der Vermeidung von kontraproduktiven „Testo-Killern“ sollte es auch ohne Doping gelingen, den Testosteronspiegel bei Laune zu halten.

Links zu den Studien:

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3861174/
(2) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3720104/
(3) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11481410
(4) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7271365
(5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20446777
(6) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20352370
(7) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21154195
(8) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22901687

Bildquellen im Artikel: pixabay.com

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