Balance Board Test + 5 Übungen

Balance Board TestMit dem Balance Board wird nicht nur das Gleichgewicht und Koordination trainiert, sondern auch eine Vielzahl an Muskelgruppen. Oft ist das Fitnessgerät auch unter dem Namen Wackelbrett bekannt und wird oft für das Training zu Hause und Bodyweight Training eingesetzt.

In diesem Artikel zeige ich dir effektive Balance Board Übungen, die wichtigsten Hintergrundinformationen und was man mit dem Wackelbrett alles trainieren.  Im Balance Board Test und Vergleich stelle ich euch die besten Balance Boards vor und auf was du beim Kauf achten solltest.

Balance Board Test – das beste Balance Board

Indo Board von JUCKER HAWAII

Vor allem für die Surfer, Skateborader, Skifahrer oder Snowboarder unter uns eignet sich ein Indo Board. Dieses Form des Balance Boards kommt der ursprünglichen Sportart noch am nächsten.

Mit diesem Board lässt sich ein effektives und zugleich ganzheitliches Training absolvieren. Vor allem kann dieses Board durch eine sehr gute Verarbeitung und Qualität punkten. Nicht das günstigste Board, aber die Anschaffung lohnt sich.

POWRX Balance Board

Das Balance Board von POWRX unterscheidet sich natürlich zu einem Indo Board. Somit lassen sich hier andere Übungen durchführen, welchen jedoch genau so effektiv sein können. Vorteil dieses Balance Board ist vor allem der günstige Preis. Dafür erhält man ein hochwertiges Gerät aus Holz, welches Belastungen bis zu 150kg aushält.

#DoYourFitness Balance Kissen

Mit dem Balance Kissen von #DoYourFitness haben wir noch ein drittes und zugleich unterschiedliches Gerät im Balance Board Test. Das Balance Kissen eignet sich nicht nur für das Training sondern findet auch beim Sitzen auf einem Stuhl Verwendung. Dabei verbessert es die Körperhaltung und schult zugleich die Koordinationsfähigkeit.

Was ist ein Balance Board?

Das Balance Board ist auch unter dem Begriff Wackelbrett oder Rollbrett bekannt. Es handelt sich dabei um ein Trainingsgerät, das die Koordination fördert. Das Balance Board kann in diversen Ausführungen daherkommen.

Mal handelt es sich um einen Kreisel – auch Therapie-Kreisel genannt -, jedoch gibt es auch Varianten, bei denen einfach ein längliches Holzstück unter ein Brett gelegt wird – dann spricht man vom sogenannten Indo Board. Die Kreisel können ebenfalls aus Holz sein, jedoch werden sie auf dem Markt auch verstärkt aus Kunststoff angeboten.

Nicht zuletzt in Rehazentren gibt es auch eine Variante des Balance Boards, bei der ihr versuchen müsst, Kugeln in dafür vorgesehene Löcher rollen zu lassen. Ihr kennt dieses Spiel möglicherweise aus eurer Kindheit. Allerdings gab es damals einen kleinen Holzkasten für die Hand, bei dem ihr ebenfalls versuchen musstet, die Kugeln in die dafür vorgesehenen Löcher zu bugsieren oder einem bestimmten Muster zu folgen. Während die normalen Therapiekreisel auch für Anfänger oder Rekovaleszenten geeignet sind, sollte das Indo Board nur von fortgeschrittenen Sportlern genutzt werden.

Analog zu den Balance Boards gibt es Balance Kissen. Auch hierbei wird die Koordination des Sportlers geschult, jedoch erweist sich das eigentliche Balance Board oft als die herausforderndere Variante dieses auch als propriozeptives Training bezeichnete Übungsform. Die Kissen sind aus einem weichen Material, der an eine dickere Version einer Matte erinnert, wie wir sie alle wahrscheinlich aus dem Sportunterricht aus der Schule kennen. Es ist auch unter dem Begriff Balance Pad bekannt und wird nicht selten für Einsteiger empfohlen, um sich langsam zu steigern und irgendwann auf das normale Balance Board umzusteigen.

Balance Board Training – effektiv und ganzheitlich

Das Training auf einem Balance Board ist einfach und schwer zugleich. Wie das funktioniert? Nun, zunächst einmal benötigt ihr für das Training mit einem Balance Board nicht viel Platz. Allerdings solltet ihr darauf achten, dass ihr auf einem rutschfesten Untergrund trainiert. Gerade für Anfänger kann es zudem nicht schaden, wenn eine zweite Person als Unterstützung mit „an Board“ ist.

Habt ihr einen rutschfesten Untergrund gefunden, dann stellt ihr euch entweder mit einem Bein oder mit beiden Beinen auf das Balance Board und versucht, euch so lange wie möglich auf dem Brett zu halten. Die Kreiselform oder die Rolle unter dem Brett sorgen dafür, dass dies schwerer ist als gedacht. Der Grund: Das Balance Board bleibt ständig in Bewegung, ihr gleicht die Bewegungen aus, um euer Gleichgewicht zu halten, ohne vom Brett absteigen zu müssen. Steht dabei jedoch nicht kerzengerade auf dem Brett, sondern geht ein wenig in die Hocke. Das trainiert die Beinmuskulatur zusätzlich und ist insgesamt auch wesentlich bequemer.

Für Anfänger empfehlen wir auf jeden Fall den Beginn mit beiden Beinen oder sogar den Start mit einem Balance Pad. Falls ihr eure Koordination bislang gar nicht, nur sehr wenig oder zuletzt vor langer Zeit trainiert habt, könnte das herkömmliche Balance Board noch eine Nummer zu groß sein. Die Folge wäre, dass ihr möglicherweise schnell den Spaß an der Sache verliert und das Wackelbrett wieder in die Ecke stellt. So weit sollte es aber nicht kommen.

Die besten Balance Board Übungen


Es gibt jede Menge Variationsmöglichkeiten beim Training mit einem Balance Board. Wichtig ist, dass ihr die Übungen langsam und kontrolliert ausführt und auch auf eine korrekte Atmung achtet. In den nächsten Zeilen haben wir die besten fünf davon aufgeführt.

  1. Das einfache Stehen für Anfänger: Aller Anfang ist schwer. Von daher eignet sich diese Übung perfekt für alle Einsteiger. Ihr stellt euch einfach mit beiden Beinen auf das Wackelbrett, fixiert einen festen Punkt im Raum und geht in die Hocke. Nun balanciert ihr das Brett aus, ohne von selbigem absteigen zu müssen. Haltet die Position so lange wie möglich und macht mehrere Durchgänge.

 

  1. Die integrierte Kniebeuge: Die folgende Übung trainiert nicht nur eure Koordination, sondern auch die Kraft. Die Ausgangsposition ist die gleiche, die ihr bereits bei der ersten Übung eingenommen habt. Allerdings führt ihr nun dabei normale Kniebeugen durch und balanciert das Brett damit aus. Versucht drei Sätze zu je zehn Wiederholungen durchzuführen. Solltet ihr zu den weiter Fortgeschrittenen gehören, könnt ihr diese Übung auch auf einem Bein und/oder mit geschlossenen Augen durchführen.

 

  1. Auf einem Bein stehen: Bei der vorherigen Übung haben wir es bereits angedeutet: Ihr führt die ersten beiden Übungen nun einbeinig durch. Darüber hinaus könnt ihr noch eine weitere Übung hinzunehmen. Auf einem Bein stehend „malt“ ihr Achten in die Luft. Achtet auf eine saubere Übungsausführung. Es kommt hierbei nicht auf die Geschwindigkeit an.

 

  1. Übung mit einem Ball: Spielerisch ist die nächste Übung, für die ihr allerdings Unterstützung benötigt. Ihr steht mit beiden Beinen oder mit einem Bein auf dem Wackelbrett, während euch der Gegenüber einen Tennisball oder einen Hand- oder Fußball zuwirft. Eure Aufgabe ist es, den Ball zu fangen und wieder zurückzuwerfen. Erschwert werden kann die Übung dadurch, indem der Ball mal weiter nach oben oder nach unten geworfen wird.

 

  1. Kugeln ins Loch rollen lassen: Diese Übung haben wir im Text ebenfalls schon erwähnt. Es gibt spezielle Balance Boards, bei denen ihr Kugeln in die dafür vorgesehenen Löcher rollen lassen könnt. Damit dies gelingt, müssen eure Beine in Bewegung bleiben. Zudem solltet ihr die bereits versenkten Kugeln nicht wieder aus den Löchern hinausbefördern. Die Übung ist auf jeden Fall schwieriger als sie aussieht und erfordert nicht nur Koordination, sondern auch ein gewisses Maß an Kraft, da es mitunter eine Weile dauern kann, bis ihr die Übung erfolgreich abgeschlossen habt!

Um die Schwierigkeit der Übungen noch weiter zu erhöhen können die Augen geschlossen werden. Dies hebt das propriozeptive Training noch einmal auf ein anderes Level. Denn dadurch fehlt euch ein optischer Anhaltspunkt, der euch dabei hilft, das Gleichgewicht zu halten. Nun müssen eure Muskeln und eire Rezeptoren richtig arbeiten.

Vorsicht: Das Training auf einem Balance Board mit geschlossenen Augen ist absolut nichts für Anfänger! Solltet ihr euch noch nicht sicher genug fühlen, dann lasst es bleiben und trainiert auf die herkömmliche Weise! Andernfalls kann es zu schlimmen Verletzungen kommen, falls ihr bei geschlossenen Augen das Gleichgewicht verlieren solltet.

Und für wen bei diesen Balance Board Übungen noch nicht das richtige dabei ist, kann im folgenden Video einfach mal versuchen ein paar Tricks und Übungen nachzumachen :)

Was trainiert man mit einem Balance Board?

Der Balance Board Test zeigt, dass es sich dabei um die perfekte Methode handelt, um nicht nur das Gleichgewicht, sondern auch die Tiefenmuskulatur, den Rumpf sowie die Beinmuskulatur zu trainieren.

Die Tiefenmuskulatur liegt – der Name verrät es – in der Tiefe und ist oberflächlich nicht zu sehen. Aber eben jene Tiefenmuskulatur ist eminent wichtig, um Balance und Koordination zu trainieren. Der Rumpf wird bei den Übungen ebenfalls stark beansprucht. Schließlich ist die Rumpfmuskulatur auch daran beteiligt, das Gleichgewicht zu halten und Dysbalancen auszugleichen. Ihr solltet euch also nicht wundern, wenn ihr nach einem intensiven Training auf dem Balance Board auch einen spürbaren Muskelkater im Bauch oder Rücken habt. Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermutet, kann es eine tolle Ergänzung zum Bauchmuskeltraining sein.

Vorteile eines Balance Boards:

  • Training des Gleichtgewichts
  • Verbesserung und Schulung der Koordination
  • Zeitgleiche Beanspruchung unterschiedlicher Muskelgruppen – vor allem Tiefenmuskulatur, Rumpf und Beine
  • Effektives und abwechslungsreiches Training, welches überall möglich ist

Wie und warum funktioniert ein Balance Board eigentlich?

Dass das Balance Board dafür da ist, die Koordination zu schulen, haben wir bereits mehrfach erwähnt. Mit Hilfe dieses propriozeptiven Trainings werden die tiefen Muskeln angesprochen, die dafür da sind, beispielsweise die Knie zu stabilisieren.

Mit herkömmlichen Beincurls, Kniebeugen, Box Jumps und Co. trainiert ihr zwar auch die Muskulatur und legt eine solide Basis – doch erst das Training mit einem Balance Board oder mit ähnlichen Geräten sorgt dafür, dass auch diese Muskeln vermehrt angesprochen und gefordert werden.

Beim Trainieren spielt es übrigens keine Rolle, ob ihr einen Kreisel oder ob ihr ein Brett mit einer Rolle darunter benutzt. Wichtig ist, dass ihr etwas dafür tun müsst, um euch auf diesem Brett zu halten. Nur dann werden die Muskeln adäquat angesprochen.

Für wen ist das Balance Board geeignet?

Das Balance Board ist für jeden geeignet, der seine Koordination und sein Gleichgewicht trainieren will. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen professionellen Sportler oder um einen Freizeitsportler handelt.

Richtig ausgeführt, ist das Wackelbrett für jeden etwas. Es gibt natürlich Sportler, die besonders vom Einsatz des Balance Boards profitieren. Nehmen wir das Beispiel Eishockey. Eishockey ist ein schneller und dynamischer Sport, bei dem Gleichgewicht und Koordination eine sehr große Rolle spielen. Auch für die Torhüter dieser Sportart kann sich der Einsatz lohnen. Eine Sportart, bei der sich der Einsatz eines Balance Boards ebenfalls bezahlt machen kann, ist das Skifahren, Snowboarden oder natürlich Surfen.

Abseits von konkreten Sportarten kommen die Wackelbretter auch im Rehasport zum Einsatz, beispielsweise nach Knie- oder Sprunggelenkverletzungen. Im Rahmen einer solchen Rehabilitation nehmen Muskelaufbau und die Wiedererlangung der Koordination eine wichtige Rolle ein. Das Training mit einem Balance Board kann sich hierbei bezahlt machen, um wieder zu alter Stärke und Koordination zu finden.

Bei meinen beiden Kreuzbandrissen war das Balance Board ein wichtiger Bestandteil meines Rehaprogramms. Durch die unterschiedlichen Übungen wird man langsam an verschiedene Belastungen herangeführt und fördert zugleich wieder Koordination und Gleichgewicht.

Worauf sollte man beim Kauf eines Balance Boards achten?

Es gibt diverse Punkte, auf die ihr beim Kauf eines solchen Geräts achten solltet. Unser Balance Board Test kann euch hierbei also eine gute Anleitung zum Kauf geben.

Qualität und Material

Ein sehr wichtiger Punkt ist beim Kauf natürlich die Qualität. Die Boards können sowohl aus Holz als auch aus Kunststoff sein. Achtet beim Kauf auf die Verarbeitung. Sollte das Board nicht richtig verarbeitet worden sein, besteht Verletzungsgefahr. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn das Board beim Training teilweise oder komplett bricht. Holz ist in diesem Punkt widerstandsfähiger als Kunststoff und insgesamt auch weniger gefährlich.

Rutschfeste Standfläche

Das Training auf einem Balance Board ist vor allem am Anfang bereits schwierig genug. Von daher kommt es darauf an, dass ihr euch das Leben nicht noch schwerer – und auch gefährlicher – macht. Ihr solltet daher zwingend auf eine rutschfeste Oberfläche achten, die euch einen sicheren Stand ermöglicht.

Unterschiedliche Balance Boards und Schwierigkeitsgrad

Diese Frage ist besonders bei der Wahl des richtigen Indo Boards wichtig. Je größer die Rolle und je schmaler das Brett, desto schwieriger wird das Training. Ferner ist es auch wichtig, ob die Bretter über eine Begrenzung verfügen. Ist dies der Fall, dann könnt ihr „nur“ einen begrenzten Weg rollen.

Liegt keine Begrenzung vor, gibt es diese Einschränkung nicht. Aber auch diese Medaille hat zwei Seiten: Rollt ihr über das Ende des Bretts hinaus, könntet ihr stürzen und euch verletzen!

Balance Board selber bauen

Im Grunde genommen ist dies möglich und gar nicht so schwierig. Ihr benötigt dazu ein stabiles Brett, unter das ihr eine ebenso stabile Rolle – etwa ein abgeschnittenes PVC-Rohr – legen könnt. Und schon habt ihr euer eigenes Balance Board.

Und da bei so einem Thema Bilder mehr sagen als Worte, findet ihr im nachfolgenden Video eine tolle Anleitung fürs Balance Board selber bauen.

Wer handwerklich allerdings weniger geschickt ist oder generell lieber ein fertiges Produkt kauft, sollte sich ein handelsübliches Wackelbrett kaufen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass ein Balance Board eines der vielseitigsten Fitnessgeräte überhaupt ist. Dies ist das perfekte Fitness-Geschenk und jeder sollte es in sein Training integrieren.

Bildquelle: pixabay (1150036)

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